Mai 23 2011

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Durch den Dreck

Eingestellt am 22:56 unter Aktivitäten - QR Code zum Artikel

Es ist schon eine Weile her, als wir euch zum letzten Mal etwas Aktives empfohlen haben. Diesmal geht es in die sandigen Gründe von Brandenburg und zwar zum: Panzerfahren nahe Steinhöfel.

Anmerkung der Redaktion: Bevor gleich jemand denken mag, dass wir mit diesem Tipp Gewalt verherrlichen wollen, möchten wir uns strikt davon distanzieren. Wir von POI4U.de sind Verfechter der Meinung, dass sich jeder Konflikt auf eine  friedliche Art lösen lässt.

Bei brütender Sonne und einige Feldwege später, sind wir auf dem Übungsgelände der Panzerfahrschule Heyse angekommen. Das Röhren PS-starker Motoren und der ungefilterte Ruß dringt an unsere Ohren und Nasen. Wir sehen Familienväter in mitten ihrer Angehörigen mit staubbedeckten Gesichtern von einem Ohr zum anderen grinsend den Platz verlassen. Manch einem Zivildienstleistenden schlottern noch etwas die Knie als er die Urkunde als Beweis für seinem wilden Ritt entgegen nimmt.

Der interessierte Besucher hat zu Beginn die Wahl zwischen einem T55 Bergungspanzer oder einen BMP Schützenpanzer aus den Überresten der Volksarmee der DDR. Nach einer ausführlichen Einweisung durch das geschulte Personal, kann im stählernen Ungetüm Platz genommen werden. Wer von den Angehörigen Lust hat, kann sich auf der Ladefläche des T55 oder auf der Bank der Schützen im BMP einen Platz suchen.

Wir haben uns für den etwas agileren BMP entschieden und Los geht unser Ausflug in den Staub …

… sofort gibt es nach den ersten Rucklern die ersten blauen Flecken für die Mitfahrer und eindringliche Anweisungen des Fahrlehrers, der die gesamte Fahrt an Bord per Sprechfunk mit dem Fahrschüler verbunden ist.

Es geht zuerst über ebenes Gelände, vorbei, nebenher oder im Kreuzungsverkehr an anderen Gästen des Kurses. Nach den ersten Bodenwellen  kann sogar einmal das Getriebe geschalten werden, bevor es dann heißt den Berg zu bezwingen. Ist die Geschwindigkeit gedrosselt und der Gipfel erreicht , neigt sich das Gefährt und man blickt durch die Winkelspiegel dem Abgrund entgegen.

Fahrfehler bekommt man schnell zu spüren bzw. deutlich von dem Fahrlehrer kommuniziert. Übermut oder Gefährdung Anderer wird zu keiner Zeit toleriert und kann mit Platzverweis enden.

Der Kurs wird ständig variiert, was Abwechslung  während des gesamten Ausflugs garantiert. Der Blick ist anfangs durch die Dachluke als später auch durch die Winkelspiegel stets nach vorn gerichtet. Mit voller Aufmerksamkeit geht es im schnellen Tempo über sandige Geraden als auch durch Senken und Berge. Die Mitfahrer freuts.

Wie auch die anderen Gäste zuvor, bekommen auch wir am Ende unsere Urkunde, die den Abschluss des Erlebnisses markiert. Für diejenigen, welche ein löchriges Erinnerungsvermögen und/oder einen etwas größeren Geldbeutel besitzen gibt es das Erlebte auch auf einer frisch gebrannten DVD zu erwerben.

Interview mit der Eigentümern Heyse (Quelle: youtube.com):

Fazit: Definitiv nicht die günstige Art sich blaue Flecken zu holen, aber auf jeden Fall ein einmaliges Erlebnis für große Jungs und Mädels.

Homepage: http://www.panzerkutscher.de/

Adresse: 15518 Steinhöfel OT Schönfelde
Brandenburg, Deutschland

Tel.: +49 (0) 33637 / 383289
Fax: +49 (0) 33637 / 38081
Funk: +49 (0) 160 / 96661697

1 Kommentar

1 Kommentarvon “Durch den Dreck”

  1. […] Aktivitäten wie beispielsweise einer Draisinenfahrt und der Fahrt in einem Stahlungetüm, geht es nun zum Gleitschirmfliegen in die […]

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