Mai 30 2011

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Mittelalterlich Speisen im Wirtshaus Christoffel zu Erfurt

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Wie es Sokrates so passend in Worte gefasst hat: „Wir leben nicht, um zu essen; wir essen, um zu leben.“ beschäftigen wir uns heute wieder mit dem Speisen.

Auf eine Besuch im historischen Erfurt (Thüringen), erreichte der Ruf des Herolds unsere Ohren, wir sollten das mittelalterliche Wirtshaus Christoffel nicht missen und unseren Gaumen Schmackhaftes nicht vorenthalten. Ohne viel Zögern ging es über das Kopfsteinpflaster verschlungener Gassen und Wege an das Ufer der Gera zum Gasthaus, welchem sich dieser Tipp heute widmen soll.

Angekommen finden sich ausreichend Plätze in den vielen Stuben des Hauses, sowie im Freien direkt am Flussufer. Vorbei an einem Buchenfeuer, an dem der Küchenchef vor allem dem Fleisch von Rind und Schwein den finalen Geschmacksstempel aufdrückt, nehmen wir auf Tierfellen Platz. Das uns überreichte Pergament verspricht zum Beispiel:

  • Schmackhaftes aus dem Suppenkessel,
  • Allerley ohne Fleysche,
  • Zappelndes Getier aus kühlem Nass,
  • Bettlerteller (Bestes vom Vortag),
  • sowie den berüchtigten Räuberspieß vom Buchenholzgrill, welchen wir dann gleich bestellen.

Süffiges von den klösterlichen Weinbergen und vom Alchemisten Gemixtes legen den Grundstein für das, was kommen möge. Noch schmunzeln wir über manch anderen Reisenden, der des Fleysches überdrüssig geworden ist und sich Reste für die beschwerliche Reise mit gefülltem Magen einpacken lässt.

Doch nicht lang und eine Magd bringt unsere Speisen…

… und wir erblicken mit großen Augen und feuchten Gaumen den Spieße. Die extra georderten Erdapfelspalten und Scheiben vom Brote lassen uns doch nun auch leicht zweifeln am eigenen Magen- Fassungsvermögen. Und tatsächlich, trotz großem Enthusiasmus und bestem Appetit bewältigen auch wir die Nahrungsmenge nicht. Macht jedoch nichts, auch wir erhalten  ein Päcklein mit Überresten unseres  Gelages zum späteren Verzehr.

In regelmäßigen Abständen, vorwiegend am Wochenende, finden Themenabende, wie z.B. König Arthurs Tafelrunde statt. Mit Musik und Gaukeley wird der Gast in das Mittelalter entführt.

Wir gönnen uns noch einen Knoblauchschnapps (sehr gut, aber mit echter Vorsicht zu genießen: die Knoblauch- Dosierung ist wirklich nicht mit Zurückhaltung gewählt) und ein Bier zur inneren Anwendung. Also Prost, frei nach Wilhelm Busch: „Der Bock ist ein Tier, welches auch als Bier getrunken werden kann.“

Fazit: Sehr leckeres Essen inmitten des historischen Stadtkerns von Erfurt. Ein Muss für jeden mit gesundem Appetit und Freude am Rustikalen, sowie diejenigen die dem Alltag für ein paar Stunden entfliehen möchten.

Homepage: http://www.wirtshaus-christoffel-erfurt.de

Adresse: Michaelisstraße 41
99084 Erfurt
Telefon: (0 361) 26 26 943
Telefax: (0 361) 65 85 782

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